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Joseph Benjamin J.B. Hutto

Geboren am:26.04.1926
Geburtsort:  South Carolina
Gestorben: 12.6.1983 in Harvey, Illinois.
Instrument: guit, voc.

 

j.B. Hutto



Neben Hound Dog Taylor war Hutto einer derer, die die Tradition Elmore James’scher Slidegitarre weiterführten.

Am 26.4.1926 als Joseph Benjamin Hutto in South Carolina geboren, kam er bereits als Kind durch die Familie Kontakt zur Musik als Mitglied der „The Golden Crown Gospel Singers“.

Mitte der 40er, nach dem Tode des Vaters, siedelte die Familie nach Chicago., wo J.B. sich dem Klavier und dem Schlagzeug widmete. In Chicago lernte er Bluesmusik kennen und spielte mit Johnny Ferguson und dessen Band, den Twisters. Nicht die Gitarre, sondern das Schlagzeug spielte er dort.

Während dieser Zeit brachte er sich auch selbst das Gitarrespielen bei und war einer derer, die in der berühmten Maxwell Street als Straßenmusiker auftraten. Durch eine Begegnung mit Elmore James im Jahre 1950 wurde sein Interesse an der Slidegitarre geweckt. So gründete er schon bald, nun als Gitarrist und Sänger, seine eigene Band, zusammen mit den Musikern Joe Custom, rhythm guitar, George Mayweather, harmonica, Porkchop Hines, washboard. Die Band benannte er „The Hawks“.

Für Chess (auf Chance) nahm die Band 1954 9 Stücke auf, von denen 6 auf Single veröffentlicht wurden. (Now she’s gone b/w Combination Boogie war die erste)

Durch einen Zwischenfall in einem Nachtclub, bei dem seine Gitarre zerstört wurde, zog er sich enttäuscht aus dem Musikgeschäft zurück, nachdem die Singles auch keinen besonderen Erfolg hatten. Er übte eine Tätigkeit im Bestattungsgeschäft aus.

Erst 1964 tauchte er wieder auf und gründete die Band neu mit Herman Hassell am Bass und Frank Kirkland am Schlagzeug.

Nach etlichen Clubgigs kam es 1966 in der Besetzung mit Johnny Young, Lee Jackson und Fred Below zu einer ersten LP auf dem Label TESTAMENT, „Masters of Modern Blues“.

Nur ein Jahr später erfolgte der erste Kontakt zu einem der führenden Label Chicago’s, DELMARK.

Auf der von DELMARK veröffentlichten Kompilation „Chicago/The Blues Today!“ war Hutto mit 5 Stücken vertreten. Aufgrund des Erfolges konnte man bereits 1968 das erste Album auf DELMARK, „Hawk Squat“, nachreichen. Bis zu seinem Tode veröffentlicht Hutto auf etlichen anderen Labeln weitere Platten.

So „vererbte“ Hutto’s Freund, Hound Dog Taylor, ihm die Band „The Houserockers“, mit denen er, bevor er in Boston die „New Hawks“ gründete, ab 1975 auf vielen Konzerten zusammenarbeitete. Zu Studioveröffentlichungen kam es jedoch nicht.

Anfang der 80er erkrankte Hutto, wobei Krebs diagnostiziert wurde. So starb er am 12.6.1983 in Harvey, Illinois.

Hutto war neben seiner brillanten Slidearbeit ein guter und ausdrucksstarker Sänger und noch ein echter „showman“. So kleidete er sich oft schrill (ich erlebte ihn einmal in einem rosa-silber glänzendem Anzug, mit passendem Hut) und wanderte Kontakt suchend durch das Publikum, allerdings noch nicht drahtlos, sondern stets mit einem von einem Roadie hinterher getragenen sehr langem Kabel. Er ließ es auch nicht aus, dabei auf den einen oder anderen Tisch zu klettern, um von dort das Publikum zu unterhalten.

Einer der letzten der „alten Schule“...

Neben der oben genannten Discography darüber hinaus noch etliche andere Kollektionen und Veröffentlichungen wie zum Beispiel:

Hip Shakin’(WOLF), Pet Cream Man(BLUES COLLECTION), High and Lonesome(FAN-CLUB), Slidin’ the Blues (BLACK & BLUE) u.v.a.

Ich denke, als Basis sollte man sich eindecken mit “Masters of Modern Blues”. „Hawk Squat“, „& The Houserockers“ und „Slideslinger“.

 

Discography:

1966 Masters of Modern Blues (TESTAMENT)
1968 Hawk Squat (DELMARK)
1972 Slidewinder (DELMARK)
1976 Blues for Fonessa (AMIGO)
1977 & The Houserockers – Live at Sandy’s Jazz Revival (BARON/CHARLY/WOLF)
1980 Keeper of the flame (BARON/WOLF)
1984 Slideslinger (VARRICK/ROUNDER/EVIDENCE)
1985 Slippin’ and Slidin’ (VARRICK/ROUNDER/BULLSEYE BLUES)
1985 Bluesmaster (JSP)