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Ronnie Earl (Horvath) - Deep Blues

Mitspieler:

Ronnie Earl - guit.

Trackliste:

1. Ronnie Johnnie
2. I Smell Trouble
3. She Winked Her Eye
4. Baby Doll Blues
5. Ridin' In The Moonlight
6. My Home Is A Prison
7. Sick And Tired
8. I'll Take Care
9. San Ho Zay (Smokin')
10. You Give Me Nothing But The Blues
11. Follow Your Heart
12. Why Should I Feel So Bad?
13. You've Got Me Wrong
14. Narcolepsy (Mr. Earl Wakes Up Late!)
15. Some Day, Some Way
16. No More Chances
17. Waitin' For My Chance
 

Ronnie Earl (Horvath) - Deep Blues

Ronnie Earl (Horvath) ist einer der Gitarristen, denen aus meiner Sicht bis heute die notwendige Anerkennung für den Stellenwert, den sie einnehmen, nicht zuteil wurde.

Von 1979 - 1987 war er Mitglied der großartigen Band „Roomful of Blues“. In diese Zeit fällt auch die Veröffentlichung seiner ersten Soloaufnahmen auf Black Top Records, „Smokin’ (1983) und „They call me Mr. Earl“(1984) Leider sind diese LPs als CD nicht einzeln wieder veröffentlicht, sondern in der CD „Deep Blues“ 1988 zusammengefasst worden, was prinzipiell nicht so schlimm wäre, hätte man nicht 3 Stücke der Originalalben weggelassen, was angesichts der Spielzeit der CD von 66’30’’ nicht nötig gewesen wäre.

Trotz vieler hervorragender Nachfolgealben bis heute zählen diese beiden Erstlingswerke für mich immer noch zu den besten.

Sein Spiel auf diesen Aufnahmen spiegelt die vielfältige Palette seiner Einflüsse wider, verschmolzen zu einem eigenwilligen Stil mit persönlicher Prägung. Hier hört man Anklänge an Earl Hooker, T-Bone Walker, Stevie Ray Vaughan, B.B:King und sogar Carlos Santana meine ich herauszuhören.

Seine Ausdrucksweise reicht von „dreckig“, „cool“, „laid-back“, stets der Tradition verhaftet. Sein Sound kommt druckvoll -fordernd, leicht und elegant, absolut professionell, und neben flinken Saitenattacken ist sein Spiel von einem ungeheuer starken Ausdruck geprägt , das nur so voller Gefühl überquillt, etwas , das ich bei all’ so vielen jungen Gitarrenwundern stark vermisse, wo oft nur Wert auf schnelles Spielen, auf Effekthascherei und Vordergründigkeit gelegt wird. Das Stück „Baby Doll Blues“ ist ein spezieller Anspieltip, wo Ronnie Earl alle Register seines Könnens zieht und das eine oder andere „Zitat“ verwendet, so auch eine klare, kurze „Earl-Hooker- Widmung“.

Da er selbst nicht singt, sind Gastsänger wie Kim Wilson und Sugar Ray Norcia vertreten, die ihren „Job“ einwandfrei erfüllen. Stilmäßig hören wir Chicago-Blues im Stil der 50er/60er, Texas-Blues/Shuffle, einen Hauch Louisiana, eine bunte Mischung rockender Nummern, „triefender slow Blues“, bekannte Titel im Mix mit Eigenkompositionen Für mich sind beide Scheiben Klassiker des White Blues! Bis heute hat Ronnie Earl immer wieder hochwertige CDs herausgebracht, die ich allen ernsthaft Musikinteressierten ans Herz legen möchte. Viel Spaß mit Ronnie Earl!

Wolfgang